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25 Jahre Hanse Orga |
Die Hanse Orga feiert in diesem Jahr 25-jähriges Firmenjubiläum.

Die Hanse Orga beschäftigte sich seit Gründung im Jahre 1984 bis heute mit der Entwicklung von Software für das Cash- und Liquiditätsmanagement. In diesen Jahren veränderte sich die IT-Landschaft dramatisch vom sogenannten Mainframe-Zeitalter (Groß Computer) in eine neue Personell Computer Welt. Die ersten Kunden (Texaco und Agfa Gaevert) nutzten unsere Software Moneta® auf einem IBM XT mit einem Arbeitsspeicher von 256 KB und einem Festplattenspeicher mit 10 MB. Das Betriebssystem war wegen der damals bereits gewünschten Mehrplatzfähigkeit nicht MS DOS sondern Concurrent DOS. Die Entwicklungsumgebung war eine auf die Programmiersprache Pascal begründete Eigenentwicklung.
Bei der ersten Softwareversion von Moneta® ging es damals schon um die Optimierung der Unternehmensliquidität und um die kurzfristige und mittelfristige Geldanlage/Geldaufnahme. Das zentrale Thema hieß bereits vor 25 Jahren „Liquidität aus eigenen Quellen“, also wie schaffen es die Unternehmen unabhängiger von den Banken zu werden und sämtliche, in einem Konzernverbund gebundene oder ungenutzte Liquidität freizusetzen, weniger Fremdmittel bei den Banken aufzunehmen und weniger Kapital im Unternehmen zu binden. Heute würde man das mit dem Begriff „Working Capital Management“ beschreiben.
Vor 25 Jahren war dieses Thema lediglich in den USA, in Frankreich und teilweise in den Benelux Ländern bekannt. Deutschland der 70er und 80er Jahre kümmerte sich in den Unternehmen und Universitäten verstärkt um Rechnungswesen und Controlling.
Vielen Unternehmen, auch den ganz großen Konzernen, war eine Liquiditätsplanung schlichtweg unwichtig. Entweder man hatte Cash oder, wenn Liquidität gebraucht wurde, ging man zu seiner Hausbank. Finanzabteilungen nach heutigem Vorbild gab es nur in wenigen großen Unternehmen, dann waren es Chemie- und Automobilkonzerne, die sich mit diesen Themen beschäftigten.
Eine häufig gehörte Aussage von den damaligen Direktoren für das Finanz- und Rechnungswesen lautete: Wir werden uns wegen ein paar DM Zinsgewinne/Zinsverluste nicht mit unseren Banken verzürnen.
In den folgenden Jahren bis 1990 gab es den kometenhaften Aufstieg der Firma SAP, die sich durch sehr moderne Softwaresysteme für Großunternehmen auf dem Gebiet des Finanz- und Rechnungswesens weltweit einen Namen gemacht hat. SAP schaffte einen fast 100%igen Einsatz bei allen deutschen großen Unternehmen. Hierbei interessierten sich die Firmen nicht so sehr für die Steuerung der Liquidität, sondern vielmehr für das Rechnungswesen und für das Controlling.
Im Grunde genommen waren wir unserer Zeit um 20 Jahre voraus, denn wir wollten die Unternehmen in Deutschland von der Wichtigkeit einer Liquiditätsplanung überzeugen. Die rechtzeitige Information über die Abweichung des geplanten Cashflows mit den tatsächlichen Ein- und Auszahlungen sind ein Frühindikator für viele Risiken im operativen Geschäft (Forderungen gegenüber Kundenzahlungen, Ausfälle bei Tochtergesellschaften, etc.). Da wir diese täglichen Abweichungsanalysen aber nur zeitnah durch moderne IT-Technik und ein fundamentales neues Konzept zur Cashflow-Berechnung erreichen konnten, ist das System Moneta® entwickelt worden. Moneta® liefert seit dieser Zeit in mehreren Hundert Unternehmen täglich Kennzahlen und Cashflow-Informationen, auch für die Geschäftsführung, parallel zu den alten bekannten Daten aus GuV und Bilanz. Der echte Cashflow und die Liquiditätsplanzahlen sind zu einem unverzichtbaren Bestandteil für Steuerung und Planung von Unternehmen geworden.
In den Jahren 1984 bis 1995 begannen die Banken in Deutschland (übrigens auch in Frankreich) die Kommunikation zu ihren Kunden zu standardisieren. Dadurch ist in diesen Ländern bis heute etwas Einmaliges entstanden, nämlich die Weiterverarbeitung der Bankdaten (Kontoauszüge, Zahlungen, Bestätigungen, etc.) in einem Standard, den es anderswo so nicht wieder gibt. Hierdurch konnte in diesen beiden Ländern sehr viel zur Rationalisierung der Buchhaltungssysteme und der Cash- und Liquiditätsmanagement-Systeme erreicht werden. Heute gibt es in Deutschland zwei Standardschnittstellen zu den Banken (FTAM und ebics), in Frankreich heißen diese beiden Standardschnittstellen etebac3 und etebac5.
Auch Mitte der 90er Jahre interessierten sich die Unternehmen weniger für Liquidität, sondern es waren die Jahre des „Shareholder Value“ und des „Value at Risk“. Die Hanse Orga engagierte im Jahr 2000 Berater und Produktmanager, die zusammen mit Wissenschaftlern aus Universität und Business School eine Risikomanagement-Software für den Einsatz in Unternehmen entwickelten. Aufgrund dieser Entwicklungen konnten wir erstmals ab 2003 Projekte und Kunden in diesem Segment gewinnen und Moneta® zu einem Portfoliomanagement- und Risikomanagement-System mit Bewertung und Buchung nach internationalen Standards (IFRS) ausbauen.
Die Hanse Orga entwickelte dann in den Folgejahren das System Moneta® weiter zu einem leistungsfähigen Treasury-System, mit dem die Anwender großer internationaler Konzerne, wie Pharmakonzerne und internationale Energiekonzerne, das Devisen- und Zinsmanagement an sogenannte Coordination Center in Belgien oder Luxemburg als Inhouse Bank etablierten. Bereits in dieser Zeit entwickelte man Schnittstellen zu SAP, um die Buchungen nach nationalen und internationalen Standards (HGB, IFRS, US-GAAP) durchzuführen.
1996 starteten wir mit einem neuen Produkt zur Kontierung der Zahlungseingänge in das SAP-Buchhaltungssystem SAP R/3 FI. Wir konnten damals schon Online (RFC Calls) direkt auf SAP-Konten zugreifen, um offene Posten zu lesen, mit den Zahlungseingängen abzugleichen und direkt in SAP zu buchen. Das war 1996 bereits eine erhebliche Verbesserung für das Management von Außenständen und zur Verringerung der manuellen Tätigkeiten in den Buchhaltungsabteilungen.
In dieser Zeit entwickelten wir für einen großen Verlag mit sehr umfangreichen, durch SAP-Systeme unterstützte Prozesse, eine weitgehend in SAP integrierte Liquiditätsplanung. Sämtliche Cashflow-Zahlen der Ein- und Ausgänge wurden in einem valutarisch aufbereiteten Ist-Reporting einer Planung zugeführt. Tägliche Soll-/Ist-Abweichungen konnten auf dieser Basis als Frühwarnindikatoren ermittelt werden. Im SAP-Standard gab es zu dieser Zeit nichts vergleichbares, lediglich eine Finanzmittelrechnung auf Basis von gebuchten Transaktionen, diese konnte aber nur ein unvollständiges aber kein valutarisches Ergebnis liefern.
Die Hanse Orga erhielt von SAP 1999 den Auftrag, diese oben beschriebene Konzeption der Liquiditätsplanung direkt innerhalb von SAP noch einmal, unter Verwendung der SAP-Standard-Entwicklungswerkzeuge (ABAP, Workbench, etc.), in Waldorf zu entwickeln. Die Hanse Orga hat dann ca. 12 Monate mit insgesamt 6 eigenen Entwicklern den SAP Liquidity Planner entwickelt, der danach als eines von 6 Modulen Einzug in das neue SAP CFM (Corporate Finance Management) nahm.
Da die SAP mit ihren eigenen Produkten andere Schwerpunkte gesucht hat (Dispute Management, Distiller, etc.), haben wir uns entschlossen unsere beiden Produktlinien AutoBank® und Moneta®, die bisher nur über Schnittstellen an SAP angeschlossen wurden, noch einmal direkt innerhalb von SAP neu zu entwickeln.
Für beide Produkte gab es bei SAP, außer dem von uns entwickelten Liquidity Planner, keine echte Alternative. Der Liquidity Planner war lediglich eine Ist-Rechnung, die Planung musste bei SAP mit dem SAP BW SEM individuell projektiert werden. Das Cash Management von SAP war noch vom Konzept aus den 70er Jahren, nämlich erst buchen und daraus den Cashflow berechnen. Beide Lösungen empfanden wir wenig kundenfreundlich und rechneten mit einem guten Erfolg, wenn wir sowohl Moneta® für SAP® als auch AutoBank® für SAP® noch einmal neu entwickeln würden.
Wir konnten auf die Produkterfahrungen der letzten Jahre zurückgreifen und erwarteten aber vom integrierten „innerhalb von SAP“-Ansatz einen Erfolg mit zusätzlichem Ausblick unserer Produkte für einen internationalen Markteintritt.
Beides haben wir erreichen können: Mit AutoBank® für SAP® und Moneta® für SAP® konnten wir innerhalb von nur 24 Monaten 100 Neukunden gewinnen. Seit 2005 sind wir in Frankreich und in Holland mit einer international tätigen Hanse Orga vertreten, die unsere beiden Produkte sehr schnell in den Markt führen konnten.
Im September 2006 stellten wir erstmals unsere dritte weitere Produktlinie ipcNavigator® vor. Der ipcNavigator® bildet mit Bankenkommunikation zu allen wichtigen Bankinstituten weltweit und dem in SAP integrierten Zahlungsverkehr eine sogenannte „Payment Factory“ ab, die überhaupt erst flexibel und transparent die Konzentration der Liquidität und dem weltweiten Zahlungsverkehr von einem Punkt aus ermöglicht.
Basierend auf den drei Standbeinen „Produktentwicklung im Bereich Finanz- und Rechnungswesen, Beratungsdienstleistung und SAP Consulting“ haben wir auch in schwierigen Zeiten die Marktführerschaft im Bereich der FinanceSolutions vertreten können. Die Kombination aus betriebswirtschaftlichem Fachwissen, technischer Umsetzungs-erfahrung und einem großen Fundus an erfolgreich abgeschlossenen Projekten bei international agierenden Unternehmen wie Philips, BMW, Danfoss, ThyssenKrupp, Münchner Rück, Metro oder AMB Generali macht uns so erfolgreich.
Die Produktstrategie, Software für das Finanzwesen innerhalb von SAP zu entwickeln, sodass eine einheitliche SAP-Systemlandschaft, Machbarkeit und Integration ohne jegliche Schnittstellen ermöglicht wird, ist weltweit einzigartig. Dies ermöglicht uns, unsere Software direkt auf das vorhandene SAP-System zu installieren und produktiv zu setzen, ohne zusätzliche Investitionen in Hard und Softwaregrundlagen. Die sich dadurch ergebenen Einsparungen machen unsere Lösungen auch aus Kosten- und Effizienzgesichtspunkten denen unserer Wettbewerber überlegen.
Wir können uns mit unseren neuen Produktentwicklungen am Markt stets am Puls der Zeit positionieren. Im Juni 2008 erhielten wir daher die SAP-Zertifizierung „SAP® Certified - Powered by SAP NetWeaver®“ für unsere Finanzlösungen „Finance Solutions 4.0“ als offizielle Bestätigung für die hohe Integrationsfähigkeit und Qualität unserer Produkte.
Ende des Jahres folgte dann die SAP Software Partnerschaft, die dieses Ergebnis abrundet.
Unsere Ziele sind klar definiert: Unsere nationale Marktführerschaft für FinanceSolutions konsequent ausbauen, weitere strategische Kooperationen abschließen, die Marktführerschaft für FinanceSolutions in Europa und die Ausweitung des Vertriebs weltweit vorantreiben.
Die Geschichte auf einen Blick:
- 1984 – Gründung Hanse Orga
- 1985 – Markteinführung Moneta® – Treasury System
- 1994 – Markteinführung AutoBank® – Automatische Kontierung von Zahlungsinformationen
- 1999 – Hanse Orga entwickelt den “SAP Liquidity Planner”
- 2000 – Hanse Orga Lösungen werden in das SAP Framework integriert
- 2004 – Hanse Orga expandiert in internationale Märkte
- 2005 – Gründung Hanse Orga France
- 2006 – Gründung Hanse Orga Benelux
- 2007 – Markteinführung ipcNavigator® für SAP® (Payment Factory Lösung)
- 2008 – SAP Zertifikat der Produktlinien AutoBank® für SAP®, Moneta® für SAP®, ipcNavigator® und ebXchange® unter dem Namen Finance Solutions 4.0
– SAP Software Partnerschaft
- 2009 – Markteinführung ebXGlobal® für SAP® (Bankenkommunikation, Zahlungsverkehrsplattform und Liquiditätssteuerung)
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